mein Raspberry Pi

Auch ich gehöre seit einiger Zeit zu den Leuten, die einen Raspberry Pi besitzen.
Der Raspberry Pi ist ein kleiner, günstiger Computer der für die Lehre, Schüler und Studenten entwickelt wurde, aber lägst auch die Herzen vieler anderer erobert hat. Das Besondere an ihm ist neben dem geringem Stromverbrauch auch die Möglichkeit auf vielfältige Weise weitere Elektronik anzuschließen. Das Internet ist voll mit Projekten und Anleitungen und es gibt viele Bücher dazu. Mein Ziel ist es nicht diese Informationen redundant zu halten, für meine Projekte und vorallem die speziellen Anpassungen habe ich jedoch eine kleine Dokumentation erstellt.

Die Dokumentation gibt es als PDF (raspberry.pdf) oder hier.
 

Raspberry Pi als „Heimautomatisierung und Server”

Heimautomatisierung

Mein Raspberry Pi läuft rund um die Uhr in meinem Zimmer. Bei aktuellen Strompreisen sind das gerade mal 8€ pro Jahr, da verbrauchen einige Geräte im Standby mehr. ;)

Was das Ganze schon kann:

Über die serielle Schnittstelle ist einen Mikrocontroller mit weiterer Peripherie angeschlossen.

 

Wie man sieht, teilen sich Mikrocontroller und Raspberry Pi die unterschiedlichen Aufgaben. Der Mikrocontroller übernimmt dabei die zeitkritischen Dinge, wie die korrekte Erzeugung des IR-Signals oder die genaue Messung der Frequenz des Feuchtigkeitssensors. Außerdem ist er optimal dazu geeignet, über einen Optokoppler den Status des PCs zu überwachen und die Funksteckdose einige Sekunden nach dem herunterfahren abzuschalten.

Für die Kommunikation zum Mikrocontroller verwende ich ein einfaches Python-Script. In Python sind gerade mal 3 Programmzeilen nötig um über die serielle Schnittstelle zu kommunizieren. Nunja, nicht umsonst wurde Python als offizielle Lehrsprache für den Raspberry Pi festgelegt. Interessant wird die ganze Steuerung erst dadurch, dass sich der Raspberry per Fernzugriff bedienen lässt.
Dazu läuft ein Apache2 auf dem Raspberry und stellt eine einfache Weboberfläche bereit.

Server

Ich habe auf dem Raspberry Pi einen SSH-Server laufen. Am Router ist ein Port freigegeben und über eine dynamische DNS Adresse ist der Raspberry Pi nun von überall wo es Internet gibt zu erreichen. Dabei habe ich vorallem auf Sicherheit geachtet:

So kann ich mit meinem Smartphone, Tablet und Laptop von überall aus, wo ich einen Internetzugang habe auf meinen Raspberry Pi zugreifen. Es mag zwar keinen Sinn ergeben von der Uni die RGB-Beleuchtung einzuschalten, aber es geht ja auch mehr um die Spielerei und den Spaß an der Sache.

Neben der Automatisierung des Zimmers kann der kleine Computer aber auch zu einer prima Spielwiese für Serveranwendungen werden. Auf dem eigenen PC, vorallem dem Produktivsystem möchte man schließlich in der Regel aus Performance-Gründen und Sicherheitsbedenken nicht allzuviele Serverdienste installieren. Außerdem werden einige Dienste wirklich erst bei Fernzugriff interessant. Auch wenn der Raspberry teilweise ein wenig langsam sein wird, ist er doch eine kostengünstige und platzsparende Alternative.

Anwendungsbeispiele oder einfach nur mal zum ausprobieren: Mailserver, Kerberos, etc. einrichten

Raspberry Pi als Geburtstagskuchen

Mein erstes und sicher gewöhnungsbedürftiges Projekt mit dem Raspberry Pi.
Raspberry Pi mit LED-Kerze

Ausgesprochen wird „Raspberry Pi”, genau wie „Raspberry Pie”, zu deutsch Himbeerkuchen. Mit der selbstgebastelten LED-Kerze drauf, ist es doch eigentlich ein schöner Geburtstagskuchen mit Kerze, oder? Statt mit dem Atem lässt sich die LED-Kerze über eine SSH-Verbindung „auspusten”. Hat man eine dynamische DNS-Adresse und einen freigegebenen Port, muss das Geburtstagskind nicht einmal in der Nähe des Geburtstagskuchens sein. Ideal also für eine Überraschung aus der Ferne. Zugegeben das ist eher etwas für Nerds, oder für Freunde die die eigene Computerbessesenheit mit Humor nehmen. Dabei muss man den Computer nicht einmal unbedingt verschenken. Ein netter Text beim login und die Möglichkeit im Zimmer eines Freundes eine LED-Kerze „anzuzünden” ist doch auch schön.

Bei mir war es eine Freundin, die als kleinen Gag zum Geburtstag das Foto und den SSH-Schlüssel bekam.